Spiritualität will wissen

leere SprechblaseUnsere tiefste innere Natur ist so beschaffen, dass wir wissen wollen. Wir wollen verstehen und dieses Verstehen in unserem Leben erfahrbar auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Dabei hegen wir stets den Wunsch im Hinterkopf, unser Leben Stück für Stück ein kleines Bisschen besser zu gestalten. Weil dem so ist, sitzen wir heute nicht mehr auf den Bäumen, sondern in wohlig temperierten Räumen.

Und unzählige dieser wohlig temperierten Räume liegen heutzutage so weit über den höchsten Bäumen und bieten einen so erhabenen Überblick, dass es gar kein Wunder ist, wenn es zur tiefen Erdung hier und da ein verdammt weiter Weg geworden ist. Und so ist es auch kein Wunder, dass Spiritualität gedanklich heute so weit weg verlagert wird von unserer tiefsten inneren Natur und Erdung.

Das Vage für die Deko

Spiritualität wird heute in einen Raum gedrängt, der sich im Vagen, nicht Überprüfbaren verliert. Spiritualität wird der Rang des "Nice to have" zugewiesen, das ja irgendwie "auch was hat", jedoch als vom "wahren Leben" komplett abgekoppelt postuliert wird. Aber weil da ja irgendwie irgendetwas war, das irgendwie ... - nun, dafür gibt es heute in jedem Konsumtempel Devotionalien aller Couleur zu kaufen. Am liebsten Buddhas, gerne auch vom Fießband, die dann irgendwo hingestellt werden, und dann?

Dann fristen sie meist ein Dasein als bloße Deko ohne wirklichen Bezug zum tiefsten Inneren des jeweiligen Besitzers. Und das hat dann nichts mit Spiritualität zu tun, egal wie viele Räucherstäbchen dort entzündet, egal wie viele unverstandene Mantren dort möglicherweise heruntergeleiert werden.

Die Fragen aller Fragen

Keinem Gott ist mit irgendeiner noch so inbrünstig inszenierten Ehr-Bezeugung gedient, solange diese Ehr-Bezeugung sich im Vagen, Unbestimmbaren verliert, und keinen Bezug hat zu unserem tiefsten Inneren. Und was uns in unserem tiefsten Inneren bewegt, das sind seit jeher die Fragen aller Fragen: "Wer bin ich?" "Wo komme ich her?" "Was hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin?" "Was kann ich tun, damit es mir Stück für Stück ein Bisschen besser geht, damit mein Seelen-Leben zufriedener wird?"

Antworten auf Fragen dieser Art zu finden, gehört seit jeher zu unseren existentiellen Ur-Bedürfnissen. Und diese Antworten nützen uns absolut nichts, solange sie sich im rein Vagen, Unüberprüfbaren verlieren und keinen Einzug halten in unseren gelebten Alltag. Unsere tiefste innere Natur sucht zu den Antworten auf diese Fragen auch reale Erfahrungen, wie zum Beispiel das tatsächliche Finden tiefen inneren Friedens.

Das Konkrete im Spirituellen

Wir wollen verstehen und dieses Verstehen in unserem Leben persönlich erfahrbar auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Ganz besonders, wenn es um unser eigenes Leben, um unsere eigene wahre Existenz geht. Das ist es, woraus wir unsere Erdung und Zufriedenheit ziehen. Dem Ur-Trieb unseres Verstehen-Wollens zu folgen, das ist gelebte Spiritualität. Spiritualität will wissen. Und zwar konkret und durch selbst gemachte Erfahrungen belegt im wahren Leben, im wahren Alltag, so wie er ist.

Und was glauben Sie, hat das alles mit Gott oder den Göttern zu tun? Finden Sie es heraus! Ganz für sich selbst und persönlich mit selbst gemachten Erfahrungen. In Ihrem eigenen, wahren Leben, in dem sich Spiritualität im Konkreten findet. Ganz nah dran an, oder besser: IN Ihrem tiefsten Inneren.