Wunschdenken versus Strategiewechsel

Ein Heißluft-Ballon landet in der Nacht auf ruhiger See.Als uns die ersten Nachrichten über die Mutationen des Corona Virus erreichten, hieß es in Berlin betont entspannt, dass man nicht überrascht sei. Mutationen seien völlig normal und harmlos denn: sie entstehen durch Fehler in ihrem Reproduktions-Prozess. Dann stellte sich heraus, dass die Mutationen viel ansteckender sind als das ursprüngliche Virus. Inzwischen lautet die aktuelle Wahrheit aus Berlin, dass Corona durch die Mutationen sehr viel gefährlicher geworden ist.

Während es erst hieß, die Impfstoffe seien trotzdem weiter wirksam, steht auch diese Wahrheit inzwischen massiv in Frage. Die Mutationen stammen aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika. Erinnern Sie sich noch, in welchen Ländern die neuen Impfstoffe getestet wurden? Die Massentests der Phase drei fanden statt in Großbritannien, Brasilien und Südafrika. Fällt Ihnen etwas auf?

Zufall oder essentielle Fragen, die sich aufdrängen?

Die Mutationen stammen also aus genau den Ländern, in denen die Massen-Tests der neuen Impfstoffe stattgefunden haben. Mag sein, dass diese Übereinstimmung ein extremer Zufall ist. Genauso gut kann es sein, dass diese Übereinstimmung zeigt, was die Mutationen möglicherweise wirklich sind: Belege für eine sehr erfolgreiche Überlebens-Strategie. Je mehr wir das Virus bekämpfen, umso stärker wird es, umso gefährlicher werden seine Mutationen. Der Impfstoff von Astra Zeneca zum Beispiel wurde massiv in Südafrika getestet. Und ausgerechnet gegen die Südafrikanische Mutation wirkt dieser Impfstoff nun nur noch zu gut 20%. Noch ein Zufall? Macht es bei 20% Wirksamkeit überhaupt noch Sinn, diesen Impfstoff zu verwenden?

Wie immer in dieser Pandemie gibt es für nichts klare Beweise. Dafür verläuft die Entwicklung zu rasant. Doch wenn ich Wissenschaftlerin wäre und in irgendeiner Form verantwortlich für das Impfen, dann würde ich jetzt alles in meiner Macht Stehende tun, um wahrhaftige Antworten auf die essentiellen Fragen zu finden, die sich jetzt aufdrängen: sind es die Impfstoffe, die die gefährlichen Mutationen überhaupt erst hervorrufen? Ist es in Anbetracht dieses möglichen Risikos wirklich noch verantwortbar, flächendeckend zu impfen?

Die Forderung nach einem Strategiewechsel

Ein Mann, nachts auf einem BootsstegEs wundert mich, dass wir dazu überhaupt nichts hören. In Berlin zeigt man sich angesichts dieser bemerkenswerten Zufälle noch nicht einmal nicht-überrascht. Welchem wissenschaftlichen Prinzip entspricht es, eine Indizienlage wie die aktuelle einfach zu ignorieren? Oder kommt hier ein Prinzip zum Tragen, dass nur allzu menschlich aber doch fatal ist? Es sieht fast so aus, als sei das Wunschdenken, wir könnten die Pandemie hoffentlich schnell und einfach durch Impfungen besiegen, so übermächtig, dass kaum noch jemand auf die Idee kommt, dieses Wunschdenken in Frage zu stellen.

Dabei werden vielerorts Rufe nach einem fälligen Strategiewechsel laut. Meist geht es dann zwar um die Forderung, sich mal etwas Besseres zu überlegen, als immer nur neue Varianten des Lockdowns, die mit immer mehr Collateral-Schäden einhergehen, von denen die Geschädigten mittlerweile ganze Opern singen können. Ich denke allerdings, dass wir über einen viel grundlegenderen Strategiewechsel zumindest einmal nachdenken sollten:

Ein echter Strategiewechsel

Für mich läge ein tatsächlicher Strategiewechsel zum Beispiel darin, dass wir aufhören, alle Energie in die Bekämpfung des Virus zu stecken, und uns so ausschließlich auf das Virus zu konzentrieren. Denken wir lieber mal darüber nach, was wir tun können, um unser eigenes Immunsystem so zu stärken, dass es in der Lage ist, mit diesem Virus aus eigener Kraft fertig zu werden. Das wäre möglicherweise mit mehr Aufwand verbunden als sich schnell mal impfen zu lassen. Aber wollen wir an unserem Wunschdenken nach einer einfachen Lösung festhalten, oder wollen wir einen echten Strategiewechsel mit erfolgversprechenden Langzeit-Perspektiven?

Es gibt nun mal Indizien, die darauf hindeuten, dass das Impfen möglicherweise längst einen Wettlauf zwischen Hase und Igel in Gang gesetzt hat, bei dem wir Menschen auch den Kürzeren ziehen könnten. In Anbetracht dieser Möglichkeit sollten wir zumindest ernsthaft darüber nachdenken, welche Alternativen es abseits der Bekämpfung gibt, die das Virus am Ende potentiell stärkt. Wäre es möglicherweise viel sinnvoller und nachhaltiger, unser körper-eigenes Immunsystem zu stärken und zu trainieren?

Für das sichere Gefühl, endlich das Richtige zu tun

Familie am Strand stellt sich gelassen den Wellen entgegen.Fragen wir doch mal all die Experten, die schon lange sagen, dass es andere Möglichkeiten gibt, mit diesem Virus fertig zu werden. Hören wir ihnen doch wenigstens endlich mal zu, anstatt immer nur den gleichen Menschen zuzuhören, die mit den immer gleichen Strategien das immer gleiche Wunschdenken nach einfachen Lösungen bedienen. Auch im Raumschiff Berlin sollte man endlich auch einmal andere Experten zu Wort kommen lassen als bisher.

Wir alle haben sicherlich schon in ganz anderen Lebens-Situationen am einen oder anderen Wunschdenken festgehalten, bis sich ein Strategiewechsel nicht mehr vermeiden ließ. Und sobald wir diesen Strategiewechsel nicht nur gedanklich, sondern auch durch eine fällige Änderung unseres Lebens umgesetzt hatten, haben wir es gespürt: dieses herrlich sichere Gefühl, endlich das Richtige getan zu haben.

Denken wir doch mal darüber nach

Also denken wir mal drüber nach, was wir wirklich anders machen können. Vielleicht kommt bei diesem Nachdenken ja etwas heraus, was potentiell stärker ist als das Festhalten an altem, realitätsfernem Wunschdenken. Vielleicht kommt dabei heraus, wie ein echter Strategiewechsel tatsächlich funktionieren könnte. Vielleicht würde uns das ja auch früher oder später das herrlich sichere Gefühl geben, endlich das Richtige getan zu haben. Das hätte doch was. Schließlich geht es in dieser Pandemie wirklich um Essentielles.

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Berichte über Massentests der Covid-Impfstoffe in:

Großbritannien:

https://www.welt.de/wissenschaft/article216536960/Corona-Impfstoff-Test-Grossbritannien-plant-absichtliche-Infektionen.html

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Corona-Impfstoff-Studie-mit-AZD1222-wieder-aufgenommen-412811.html

Brasilien:

https://www.tagesschau.de/ausland/brasilien-corona-impfstoff-101.html

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/07/22/brasilien-erlaubt-test-fuer-deutsch-amerikanischen-corona-impfstoff

https://science.orf.at/stories/3202462/

https://taz.de/Corona-Hotspot-Brasilien/!5733909/

Südafrika:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/pm/proteste-in-suedafrika-wegen-tests-von-corona-impfstoffen_aid-51976431

https://www.srf.ch/news/international/erste-covid-impfstudie-afrikas-keine-versuchskaninchen-freiwillige-lassen-sich-impfen

Kaum Wirkung von Astra Zeneca Impfstoff gegen Südafrikanische Mutation:

https://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio-101811.html

https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/suedafrika-coronavirus-astrazeneca-101.html

https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/suedafrika-corona-astrazeneca-101.html

 

Wertschätzung leben?

Bildnachweise, von oben nach unten:
Ballon: Bild von Bessi auf Pixabay
Mann auf Bootssteg: Bild von Antonio López auf Pixabay
Familie am Strand: Bild von Pexels auf Pixabay